Kommunales Programm für Ländliche Entwicklung (KPLE)

2022 – Ein neues KPLE geht an den Start

Der Gemeinderat hat beschlossen, dass nach der erfolgreichen Umsetzung des KPLE 2010-2020 ein neues Programm ausgearbeitet werden soll.

  • Die Wirtschafts- und Regionalförderungsgesellschaft Ostbelgien begleitet die Gemeinde bei der Erstellung und Umsetzung des KPLE.
  • Die Programmautorin Annissa Rauw erstellt die Analyse der Ist-Situation.

Analyse der Ist-Situation

Zunächst analysiert die Programmautorin Statistiken und führt Interviews mit Referenzpersonen zu unterschiedlichen Themen.

Es folgen Dorfbegehungen mit den Schülern der 3. und 4. Klasse der Grundschulen durch einige ÖKLE-Mitglieder. Mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen der Gemeinde wird eine interaktive Karte erstellt, anhand der starke Standorte und Problemzonen in der Gemeinde identifiziert werden und Projektideen gesammelt werden.

Im Juni 2022 werden „Küchentischgespräche“ in den kleineren Ortschaften und Weilern der Gemeinde organisiert und Bürgerversammlungen in den größeren Ortschaften.

Ziel all dieser Aktionen und Treffen ist es, dass die Bürger – groß und klein – anhand ihrer individuellen Erfahrungen und Wünsche, Kritiken und Anregungen, die Stärken und Schwächen der Gemeinde und der Ortschaften in den verschiedenen Lebensbereichen herausstellen: so etwa in Handel, Gewerbe, Landwirtschaft, Kultur, Soziales, Wohnraum, Tourismus, Jugend, Sport, Infrastruktur usw.

Erarbeitung der Strategie

Im Anschluss obliegt es der ÖKLE auf Basis der Stärken-Schwächen-Chancen-Risiken-Analyse eine Entwicklungsstrategie für die kommenden 10 Jahre auszuarbeiten.

Unter Einbeziehung der Anregungen aus den Bürgerversammlungen, den Dorfbegehungen mit den Kindern, der interaktiven Karte und den „Küchentischgesprächen“ werden Entwicklungsziele definiert, um auf die Schwächen der Gemeinde zu antworten und die Stärken zu unterstützen. Darüber hinaus wählt die ÖKLE die relevantesten Vorschläge aus und erarbeitet konkrete Projekte.

Antrag bei der Wallonischen Region

Die Methodik und die erarbeiteten Dokumente werden im KPLE zusammengefasst und der Wallonischen Region zur Prüfung und Genehmigung zugestellt.

Die Erarbeitung des KPLE ist ein langwieriger Prozess, der zwei bis drei Jahre in Anspruch nehmen kann.

 

Rückblick – Unser KPLE 2010-2020

Seit Januar 2007 nimmt die Gemeinde Büllingen am Kommunalen Programm für Ländliche Entwicklung (KPLE) der Wallonischen Region teil.

Das KPLE ist eine nachhaltige Entwicklungsstrategie zur Verbesserung der Lebensqualität in unserer Gemeinde. Auf Basis einer objektiven Analyse der Ist-Situation und einer Stärken-Schwächen-Analyse werden Ziele und aufeinander abgestimmte Projekte definiert.

Ein KPLE wird von der Örtlichen Kommission für Ländliche Entwicklung (ÖKLE) mit Unterstützung von Experten erarbeitet. Einmal fertiggestellt beantragt die Gemeinde die Genehmigung des KPLE bei der Wallonischen Region.

Im Jahr 2010 wurde das KPLE der Gemeinde Büllingen durch die Wallonische Region genehmigt. Seitdem wurden zahlreiche Projekte umgesetzt wie z.B. das Arboretum entlang des RAVeL oder auch Infrastrukturprojekte wie der Dorfplatz in Manderfeld.

Die Infrastrukturprojekte werden von der Wallonischen Region bezuschusst: Projektkosten bis 500.000 € werden z.B. zu 80% kofinanziert. Kleinere Maßnahmen und Aktionen hingegen setzt die Gemeinde eigenständig oder in Kooperation mit der Tourismusagentur Ostbelgien bzw. dem Naturpark Hohes Venn-Eifel um. So wurde das Arboretum entlang des RAVel gemeinsam mit dem Naturpark realisiert und von diesem kofinanziert.

Auch wenn das KPLE im November 2020 ausgelaufen ist, werden noch zwei weitere Infrastrukturprojekte in den kommenden Jahren realisiert: der Bau eines Dorfhauses an der Sporthalle Büllingen und die Gestaltung des Dorfzentrums Mürringen am Saal Jaspesch.